2. Dezember 2006 – L&S Oberflächentechnik spendet Weihnachtsfeier

Bericht aus »JOT« 4/2006, Seite 32

L&S hat sich diesmal entschieden, in der Adventszeit einen anderen Weg zu gehen: Dieses Jahr wurden an die Kunden und Partner keine Geschenke versendet, sondern man organisierte mit diesem Budget ein Weihnachtsfest für Familien mit Kindern in prekärer Lage.
In Zusammenarbeit mit der »St. Elisabeth Stiftung« in Detmold hat L&S am 2. Dezember ein Weihnachtsfest für über 130 Personen ausgerichtet, überwiegend Kinder im Grundschulalter. Selbstverständlich gab es auch eine Bescherung mit einem persönlichen Geschenk für jedes Kind. Das Leuchten in den Kinderaugen, als der Weihnachtsmann die Geschenke verteilte, bestätigte nochmals die Entscheidung.
Die besinnliche Stimmung der Familien und auch die Unterstützung der Damen und Herren der »St. Elisabeth Stiftung« sowie der Brauerei Strate in Detmold, die spontan die Getränke spendete, machten dieses Fest zu einem vollen Erfolg.

L&S Oberflächentechnik - Weihnachtsfeier 2006

L&S Oberflächentechnik - Weihnachtsfeier 2006

Neues Technologiezentrum geht Ende 2006 an den Start

Bericht aus »besser lackieren« Nr. 8/2006, Seite 7

L&S Oberflächentechnik ergänzt weiteren Know-how-Baustein im Bereich Applikationstechnik.

Noch im 60 Geburtstagsjahr von L&S-Gründer und -Geschäftsführer Erhard Schröder will das in Schloß Holte-Stukenbrock beheimatete Lackiertechnik-Unternehmen seinen Kunden und Lieferanten einen ganz neuen Service anbieten: Ende des Jahres löst ein neues, rund 600 m2 großes Technologiezentrum das alte Bielefelder Technikum ab, so der Plan. Im Versuchsraum wird es dann sogar einen Roboter geben.

LackierroboterSeit Herbst letzten Jahres verkauft der für seine 2K- und 3K-Anlagen im Markt bekannte Systemlieferant auf Kundenwunsch Lackierroboter mit. Künftig soll einer davon für Kundenversuche im neuen Technologiezentrum zur Verfügung stehen, dass im Dezember in nur 2 km Entfernung vom Standort in Schloß Holte in Betrieb geht. Das Konzept des nach den neuesten technischen Anforderungen gestalteten Technologiezentrums sieht eine Dreiteilung vor: in einen Kommunikationsraum, einen Seminar- und Präsentationsbereich und einen Versuchsraum inklusive Roboter und Spritzkabine. Mehrere hundert tausend Euro nimmt Erhard Schröder für Modernisierung und Ausbau der gemieteten Räume dafür in die Hand.

„Wir vermarkten unsere langjährige Erfahrung in der Robotertechnik jetzt selbst“, berichtet L&S-Geschäftsführer Gerhard Pelzl. Das Vorgehen: Der vom Kunden gewünschte Roboter wird nackt dazu gekauft, L&S übernimmt die Parametrierung, die Montage und Verkauf. So hat das Team aus Schloß Holte am 4. April ein Roboterprojekt erfolgreich an den Bersenbrücker Lohnbeschichter Recon übergeben und begleitet derzeit den Produktionsstart. „Der Kunde hat dadurch finanzielle Vorteile, da er einen Schnittstellenabgleich nicht mehr bezahlen muss“, sagt Gerhard Pelzl. „Er bekommt bei uns jetzt alles aus einer Hand und hat bei den Aufgaben die es zu lösen gilt auch nur einen Ansprechpartner“, so Pelzl weiter. Zwei weitere Roboter sind bereits von den Lohnbeschichter Protec bestellt. Bei Recon kommt der „PX 2050“ von Motoman zum Einsatz, der in Kombination mit der 2K-Anlage „Merge Perfect“ die Teile als Conveyorausführung am fließenden Band lackiert. Die Fehlerwahrscheinlichkeit ist jetzt massiv eingeengt. Auf dem Steuerungsdisplay schlägt das System sofort Alarm, wenn die Werte von Zerstäuber-, Materialmengen- oder Hornluft aus dem Ruder laufen. Auf Wunsch ist ein sofortiger Produktionsstopp die Folge, dieses läßt sich auch bei Flächenspritz- und Spindelautomaten einsetzen. „So können Anwender ihre Anlage so schnell wie möglich wieder in den gewünschten Ist-Zustand bekommen. Das ist bei den in der Kunststofflackierung häufig eingesetzten Wasserlacken wichtig, denn eine 100%ige Widerholbarkeit des Lackiervorgangs gibt es per se nicht“, sagt Gerhard Pelzl und verweist auf Umgebungstemperatur, Luftfeuchte, Lacktemperatur und Viskosität und den Zeitpunkt des Lackaufrührens. Mit dem neuen Technologiezentrum ist nach Bekunden von Erhard Schröder und Gerhard Pelzl ein wichtiges Ziel erreicht: „Wir wollen die Anwender und Lackhersteller zu uns ins Haus holen und hier vor Ort zeigen, welchen Nutzen unsere Anlagen haben“, so der Tenor der beiden. Das sei mit dem Technologiezentrum in jeder Hinsicht möglich - und so könne man den Status von L&S als Know how-Träger im Bereich Applikationstechnik weiter ausbauen.

Kontakt: Gerhard Pelzl, Telefon: +49(0)5207/9195-0

info@ls-oberflaechentechnik.de

2K-Mischbetrieb jetzt ohne Wechselfieber

Bericht aus »besser lackieren« Nr. 7/2006, Seite 6

Auch bei schnellem Farbwechsel optimal dosierte Lackqualität

Der Automobilzulieferer OLHO-Technik kann mit seiner neuen Zwei-Komponenten-Anlage von L&S Oberflächentechnik, dem Hersteller von Applikationssystemen, im schnellen Wechsel Wasser- und Lösemittellacke verarbeiten. Ein Dosiersystem für Stammlack und Härter garantiert dabei stets eine hohe Genauigkeit. Zudem informiert die Anlage ständig über den Verbrauch der Lösemittel, Lacke und Härter sowie über die Temperatur und Dichte des Lackes.

Die 1963 gegründete OLHO-Technik Oleff und Holtmann oHG, Löhne, ist ein mittelständischer Zulieferer für komplexe Funktionsmodule im Bereich der Mechatronik. Aufgrund seiner Elektronik- und Kunststoffkompetenz und wegen seiner Erfahrung mit beweglichen und anspruchsvollen Oberflächenbauteilen wurde das Unternehmen Entwicklungslieferant für die Automobilindustrie. Zur breiten Produktpalette gehören unter anderem Frischluftdüsen, Becherhalter, Ablagefächer, Schaltungsabdeckungen, Aschenbecher, Mechaniken für Handschuhfächer und Seitenscheibendefroster. OLHO-Technik zählt alle Prozessstufen bis zum fertigen Produkt zu seinen Kernkompetenzen. Von der Konzeptentwicklung über den Prototypenbau und die Serienproduktion bis zur Qualitätskontrolle. Die weltweit agierende, nach TS 16949 und ISO 14001 zertifizierte OLHO-Gruppe beschäftigt rund 450 Mitarbeiter.

Wasser- und Lösemittellacke im schnellen Wechsel

Als das Unternehmen für seine tschechische Tochtergesellschaft OLHO-Technik Czech s.r.o. in eine Zwei-Komponenten-Anlage investieren wollte, entschied es sich für das System »Merge Perfect« der L&S Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Schloß Holte-Stuckenbrock. Mit diesem Lackiersystem können Wasser- und Lösemittellacke im schnellen Wechsel verarbeitet werden. Dabei sorgt eine moderne Dosiereinrichtung, die den Härter impulsgesteuert in den kontinuierlich fließenden Stammlack einschießt, für hohe Genauigkeiten. Die Vorzüge des Mischbetriebs: Beim Sülen vor einer Lackumstellung spart man Zeit. Außerdem fallen geringere Investitionen für die Dosiereinrichtung und für getrennte Fördersysteme, einschließlich der Pistolen, an. Überdies verringern sich die Wartungskosten und der Platzbedarf.Zum Standardlieferumfang der Zwei-Komponenten-Anlage gehört eine bislang einzigartige, von L&S Oberflächentechnik entwickelte Lösemittelverbrauchsanzeige. Dieser so genannte VOC-Zähler erreicht eine Genauigkeit von +/- 0,5 Prozent. »Seine integrierten Massedurchflusszähler, die nach dem Coriolisprinzip arbeiten, stellen während des Lackierens automatisch den tatsächlichen Verbrauch verschiedener Lösemittel fest und darüber hinaus den des Lackes und Härters«, erläutert Ralf Lutter, Leiter Oberfläche bei OLHO-Technik. »Die ständige Verbrauchskontrolle ist für uns der wichtigste Vorteil.« Die ermittelten Werte lassen sich von einer S7-Steuereinheit anhand einer vorher definierten Formel berechnen und über eine Profibus-Anbindung via Drucker oder PC dokumentieren. Der VOC-Zähler garantiert, dass die Umweltschutzrichtlinien eingehalten werden. Das ist ein wesentlicher Punkt. Vor allem im Hinblick auf die gesetzlichen Bestimmungen über flüchtige organische Verbindungen (VOC), die zum 1. November 2007 entscheidend verschärft werden sollen.

Permanente Temperatur- und Dichtemessung

OLHO-Technik hat die Zwei-Komponenten-Anlage einschließlich eines optional erhältlichen Temperatur- und Dichtemessers gekauft, den das Unternehmen auch für die Wareneingangsmessung nutzt. Andernfalls müsste man die Dichte aufwändig mit einem Pyknometer ermitteln, dessen Messprinzip auf der Verdrängung einer in einem Gefäß befindlichen Flüssigkeit beruht. Über einen Temperatur- und Dichtemesser wird dagegen nur die Zahl abgelesen und danach der Wert bestimmt. Hierzu Ralf Lutter: »Das ist ein Qualitätsmerkmal. Denn der Temperatur- und Dichtemesser misst kontinuierlich zwei sehr wichtige Lackierparameter und liefert uns somit permanent Hinweise zur richtigen Einstellung des Lackmaterials. Ein besonderer Vorteil liegt darin, dass das Ergebnis immer sofort zur Verfügung steht.« Das Messen der Lackdichte ist für eine optimale Lackierung unabdingbar. So kann ein Anwender beispielsweise feststellen, ob sein Lack lange genug aufgerührt wurde. Die Temperatur entscheidet dagegen über die Spritzfähigkeit des Lackes.Die Inbetriebnahme der Zwei-Komponenten-Anlage erfolgte im November 2005 in Janovice nahe Klatovy. OLHO-Technik Czech lackiert dort mit einem Flächenspritzautomaten von Venjakob Maschinenbau Rheda-Wiedenbrück - Kunststoffinterieurteile für die Automobilindustrie. Hierbei werden zehn Farben und zehn Härter eingesetzt. Der Bediener steuert das System über einen 15“-Farbmonitor. Er muss keine Farbtöpfe wechseln. Stattdessen schaltet er die Farben und Härter einfach per Knopfdruck auf dem Touchscreen um. Insofern bietet die Steuerung eine saubere und problemlose Schnittstelle zum Spritzautomaten. Die Investitionssumme betrug 180.000 Euro.

Rundes Konzept

Der Kaufentscheidung gingen Tests bei OLHO-Technik in Löhne voraus, wo L&S Oberflächentechnik eine entsprechende Versuchsanlage aufgebaut hatte. »Dabei zeigte sich der Vorsprung von L&S gegenüber seinen Wettbewerbern«, betont Ralf Lutter. »Für mich ist L&S zurzeit der innovativste Applikationsanlagenbauer am Markt. Das technische Highlight des Systems ist die Dosiergenauigkeit im Verhältnis zwischen Lack und Härter, bei gleichzeitiger Mengenregelung.« Zu den weiteren technischen Vorteilen zählen der kurze Weg von der Dosiereinrichtung zur Pistole und die Anlagenüberwachung, die wegen der genauen Messungen sehr einfach ist.Ralf Lutter ergänzt: »Alles in allem hat L&S Oberflächentechnik ein rundes Konzept vorgeschlagen und umgesetzt. Nach Abschluss des Auftrages wurden sogar noch technische Neuerungen in die Anlage eingebaut. Und das ohne Mehrkosten. Natürlich stimmte auch das Preis-Leistungs-Verhältnis. Hinzu kommt ein garantierter 24-Stunden-Service. Selbst am Wochenende. Ist das System innerhalb dieser Zeit nicht wieder produktionsbereit, wird eine Leihanlage gestellt. An unserem Hauptsitz Löhne hat L&S die Servicearbeiten bislang sogar immer binnen drei Stunden ausgeführt.«L&S Oberflächentechnik ist inzwischen Systemlieferant für OLHO-Technik. Neben der neuen Zwei-Komponenten-Anlage in Tschechien hat der Hersteller von Applikationssystemen dem Automobilzulieferer eine Handlackieranlage nach Löhne und drei Zwei-Komponenten-Anlagen nach Brasilien geliefert. Bald werden eine weitere Anlage für Löhne und eine für das OLHO-Werk in Portugal folgen.

Kontakt:

2K-MischbetriebL&S Oberflächentechnik GmbH & Co. KG.
Gerhard Pelzl
Tel. +49(0)5207/9195-0
info@ls-oberflaechentechnik.de

Olho-Technik
Oleff + Holtmann OHG
Ralf Lutter
Tel. +49(0)5731/4807-0
ralf.lutter@olho-technik.de

Herr Pelzl und Herr Lutter

Herr Pelzl und Herr Lutter

Weniger ist mehr

Trotz Aufwandsreduzierung höhere Lackierqualität

Wie man beim Beschichten mit Wasserlacken die Qualität erhöht und gleichzeitig die Kosten und den Zeitaufwand reduziert, zeigt der Applikationsanlagenhersteller L&S Oberflächentechnik am Beispiel einer Zwei-Komponenten-Anlage. Betreiber ist die ABG Allgemeine Baumaschinen-Gesellschaft. Die Highlights: schnelle Wechsel zwischen der Grundierung und diversen Decklacken, exakte Dosierung von Stammlack und Härter sowie ständige Verbrauchsanzeigen für Lacke, Härter und Lösemittel.

Die ABG Allgemeine Baumaschinen-Gesellschaft mbH, Hameln, wurde 1945 in Hannover gegründet. Seit 1990 gehört das Unternehmen zur Ingersoll-Rand Gruppe, die auf allen Kontinenten über ein dichtes Sales- und Servicenetz verfügt. Die Produkte der ABG, die heute rund 480 Mitarbeiter beschäftigt, werden im Straßen-, Flugplatz-, Staudamm- und Gleisbau eingesetzt. Das Leistungsprogramm umfasst die Entwicklung, Herstellung und den weltweiten Vertrieb von Straßenfertigern mit Ketten- oder Radfahrwerken, von Vibrationswalzen für die Asphalt- und Erdverdichtung sowie von Kleinverdichtern.

Eine Steuerung für zwei Dosiersysteme

Die ABG baut ihre Maschinen komplett zusammen, bevor sie lackiert werden. Seit Oktober 2004 nutzt das Unternehmen eine Zwei-Komponenten-Lackieranlage von der L&S Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Schloß Holte-Stuckenbrock. »Anlass für die Investition war der Wunsch nach höherer Lackierqualität sowie Kosten- und Zeiteinsparungen«, erläutert Heinz Ahrens, Maler- und Lackierermeister sowie Abteilungsleiter der Farbgebung bei der ABG. Das Unternehmen entschied sich für eine »Merge Perfect« Doppelanlage. Das System besteht aus zwei Dosiereinrichtungen, die von einer Steuerung verwaltet werden. Beide Anlagen sind gleichzeitig und unabhängig voneinander einsetzbar. Mit der »Merge Perfect« lassen sich Wasser- und/oder Lösemittellacke im schnellen Wechsel verarbeiten. Herz des Lackiersystems ist eine zukunftweisende Dosiereinrichtung, die den Härter impulsgesteuert in den kontinuierlich fließenden Stammlack einschießt. Der Anwender erreicht dadurch hohe Genauigkeiten. Zum Standardlieferumfang der Anlage zählt der VOC-Zähler, eine bislang einzigartige Lösemittelverbrauchsanzeige. Dieser kann mit Messzellen oder Massedurchflusszählern, die nach dem Coriolisprinzip arbeiten, ausgestattet werden. Sie stellen während des Lackierens automatisch den tatsächlichen Verbrauch verschiedener Lösemittel fest und, was für die ABG wegen des Einsatzes von Wasserlacken wichtiger ist, den des Lackes und Härters. Das von L&S Oberflächentechnik entwickelte System erreicht eine Genauigkeit von +/- 0,5 Prozent. Die ermittelten Werte lassen sich von einer S7-Steuereinheit mit Hilfe einer vorher definierten Formel berechnen und über eine Profibus-Anbindung via Drucker oder PC dokumentieren. Durch den von der »Merge Perfect« ermöglichten Mischbetrieb verkürzt der Betreiber die Spülzeit vor einer Lackumstellung. Darüber hinaus sinken die Investitionen für die Dosiereinrichtung. Der Aufwand für getrennte Mischsysteme und Pistolen entfällt sogar ganz. Außerdem verringern sich durch den Mischbetrieb die Wartungskosten und der Platzbedarf.

Beschichtungsverfahren optimiert

Die ABG hat ihre Beschichtungsverfahren in den letzten zehn Jahren parallel zu ihren steigenden Produktionszahlen optimiert. Um den Anstieg bewältigen zu können, stellte das Unternehmen von Zwei- auf Drei-Schicht-Betrieb um. Das genügte allerdings nicht. Ein weiteres Problem gab es durch die sehr langen Trocknungszeiten der Kunstharzlacke, die ABG damals verarbeitete. Abgesehen davon war die Oberflächenqualität, wegen der Applikation über reine Airlesszerstäubung, nicht mehr zeitgemäß.Deshalb baute die ABG ihre Lackiererei 1996 komplett um. Gefragt waren jetzt Wasserlacke. Man investierte in drei mechanische Dosiereinrichtungen und als Applikationstechnik in Luftzerstäubung. Dadurch gelang es der ABG, bei jeder Maschinenlackierung zehn bis zwölf Kilogramm Material einzusparen. Zudem sanken die Trocknungszeiten.»2004 wurde noch einmal eine Produktionssteigerung notwendig«, so Heinz Ahrens. »Zusätzliche Arbeitsschichten waren aber nicht mehr möglich. Als Lösung blieben uns daher nur verkürzte Durchlaufzeiten. Nach einer 3 Monatigen Testphase in unserem Werk mit Zwei-Komponenten-Wasserlacken, haben wir einen entsprechenden Auftrag an L&S Oberflächentechnik vergeben.« Der Hersteller von Applikationssystemen ersetzte die drei mechanischen Zwei-Komponenten-Anlagen durch die elektronische Zwei-Komponenten-Doppelanlage. Außerdem wurden die konventionellen Luftzerstäubungspistolen gegen Airmix-Applikationstechnik getauscht, die mit Druckluftzerstäubung arbeitet. Die ABG verwendet seitdem einen Hauptfarbton und, auf Kundenwunsch, Sonderfarben. Dabei handelt es sich um Decklack mit Polyurethanen als Bindemittel. Dieser kommt, wie die Zwei-Komponenten-Epoxidharz-Grundierung und das Reinigungsmittel, über eine Ringleitung aus einer zentralen Lackversorgung, die mit 500-Liter-Wechselcontainern ausgestattet ist. Für schnelle Farbwechsel steht eine Sonderfarbenpumpe bereit.

Kürzere Durchlaufzeiten

Die ABG sieht den wesentlichen Vorteil des aktuellen Verfahrens in ürzeren Durchlaufzeiten. Davon profitiert das Unternehmen schon bei der Grundierung. Während hierfür früher eine Trocknungszeit von 75 Minuten bei 70 Grad Celsius nötig war, müssen die Maschinen jetzt nur noch 20 Minuten ablüften, bevor sie mit dem Zwei-Komponenten-Wasserlack beschichtet werden können. Insgesamt spart der Baumaschinenhersteller 300 Stunden Trockenzeit im Jahr. Zusätzliche Zeit gewinnt er durch den schnelleren Farbwechsel. Somit hat er sein Ziel, die Produktivität zu steigern, klar erreicht. Gleichzeitig sanken die Heizkosten. Obendrein erhöhte die ABG aufgrund der genaueren Dosierung des Lackes und Härters die Oberflächenqualität und minimierte parallel dazu noch einmal den Farbverbrauch. Hinzu kommen weniger Abfälle und damit eine Entlastung der Umwelt sowie geringere Entsorgungskosten. Mischabfälle fallen erst gar nicht mehr an, weil nur noch ein Spülmittel benutzt wird. Insofern kann die ABG über eine Destillieranlage bis zu 90 Prozent der eingesetzten Lösemittel zurückgewinnen. Die Lackierer des Unternehmens hatten von Anfang an keine Probleme mit der Umstellung auf die neue bedienerfreundliche Anlagentechnik und die neuen Lacke. Das heute eingesetzte Lackmaterial stand ihnen schon ein halbes Jahr vor der endgültigen Umstellung zur Verfügung. In dieser Phase mussten sie es allerdings noch von Hand anrühren. Dadurch konnten sie schon vorab wertvolle Erfahrungen sammeln.

Geringere Investitionskosten

»Wir haben uns für die Zwei-Komponenten-Anlage von L&S entschieden, weil sie exakt auf unsere Zwecke zugeschnitten ist«, betont Heinz Ahrens. »Andere Anlagen waren zu kompliziert. Und deren Anbieter inflexibel. Dies gilt auch hinsichtlich der Inzahlungnahme der Altgeräte. Da uns L&S bei dieser Frage entgegenkam, hatten wir geringere Investitionskosten.«Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen läuft schon seit 2000, als L&S Oberflächentechnik die Betreuung und den Service der alten Anlagen übernahm. Heinz Ahrens ergänzt: »Wir sind mit L&S sehr zufrieden. Einen besseren Partner kann man sich nicht wünschen.« Das liegt sicherlich auch an der hohen Anlagenverfügbarkeit. Tritt doch einmal eine Störung auf, wird sie in ein bis zwei Stunden abgestellt. Die Wirtschaftlichkeit stimmt ebenfalls. Die ABG Allgemeine Baumaschinen-Gesellschaft rechnet mit einer Amortisationszeit von nur zwei Jahren.

Beschichten mit Wasserlacken

Kontakt:

Thomas Gamerschlag
L&S Oberflächentechnik GmbH & CO.KG
Schloß Holte-Stukenbrock

Tel.: +49(0)5207/9195-0
info@ls-oberflaechentechnik.de

„L&S Oberflächentechnik geht über den großen Teich“

Chicago ist der nächste Standort für eine der Mehrkomponentenanlagen mit Farbversorgung von L&S Oberflächentechnik aus Schloß Holte-Stukenbrock. Ein großer Automobilzulieferer aus Deutschland baut in den USA ein weiteres Produktionswerk auf. Die jahrelangen guten Erfahrungen mit den 2-K und 3-K Anlagen von L&S Oberflächentechnik in seinen deutschen Werken, ließen die Entscheidung des Auftraggebers leicht fallen, auch den Schritt über den „großen Teich“ gemeinsam zu gehen. Der Anschluß an die Weltspitze im Automobilbau ist somit gegeben.

Die maßgeschneiderte Anlage wird in Deutschland weitestgehend vormontiert, per Container verschifft und an Ort und Stelle aufgestellt.

Montage, Inbetriebnahme und Einweisung des Bedienpersonals erfolgt wie immer bei L&S Oberflächentechnik termingerecht durch eigene Monteure. Auch der Service vor Ort wird durch L&S Oberflächentechnik sichergestellt. Durch eine Internetverbindung ist ein Eingriff in die Steuerung der Anlage sogar von Deutschland aus möglich.